FAQ – Schwachstellenanalyse 

Schwachestellenanalyse

IT-Sicherheit und Netzwerk-Analyse

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

1. Was ist der Unterschied zwischen einer Schwachstellenanalyse und einem Penetration Test?
Eine Schwachstellenanalyse identifiziert technische Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und Risiken in Systemen. Ein Penetration Test geht darüber hinaus und versucht aktiv, diese Schwachstellen auszunutzen, um ein realistisches Angriffsszenario zu simulieren.

Kurz: Schwachstellenanalyse = Erkennen Penetration Test = Ausnutzen Beide Maßnahmen ergänzen sich, haben aber unterschiedliche Zielsetzungen.

2. Wie läuft eine Schwachstellenanalyse typischerweise ab?

Eine Schwachstellenanalyse folgt einem strukturierten Ablauf:

  • Definition der Assets: Festlegen, welche Systeme, Server, Cloud-Dienste oder Anwendungen geprüft werden sollen.
  • Technische Scans:Erkennung von CVEs, Fehlkonfigurationen, offenen Ports, unsicheren Protokollen oder veralteter Software.
  • Manuelle Validierung :Experten bewerten Ergebnisse, schließen Fehlalarme aus und priorisieren Risiken.
  • Organisatorische Komponente (optional, je nach Umfang): Bewertung von Rollenmodellen, Berechtigungen, Prozessen, Verantwortlichkeiten oder menschlichen Fehlhandlungen.
  • Berichtserstellung: Dokumentation aller Schwachstellen mit Risikobewertung und Handlungsempfehlungen.
  • Ergebnispräsentation:Gemeinsame Besprechung der Ergebnisse mit klarem Maßnahmenplan.

So entsteht ein realistisches und verlässliches Bild Ihres Sicherheitsniveaus.

3. Müssen wir für eine Schwachstellenanalyse Zugangsdaten oder sensible Informationen bereitstellen?
In der Regel nicht. Für die meisten Analysen reichen technische Informationen wie IP-Bereiche, Systemtypen oder Netzwerksegmente aus. Zugangsdaten werden nur benötigt, wenn bestimmte Systeme tiefergehend geprüft werden sollen. Dies wird immer im Vorfeld abgestimmt und transparent geregelt.
4. Beeinträchtigt ein Schwachstellen-Scan unseren laufenden Betrieb?
Unter normalen Bedingungen nicht. Standardisierte Scans sind ressourcenschonend und beeinträchtigen Systeme in der Regel nicht. Bei sehr sensiblen oder stark ausgelasteten Systemen stimmen wir Scanzeiten und Umfang individuell ab. Wir führen grundsätzlich keine Tests durch, die den Betrieb gefährden könnten.
5. Wie oft sollte eine Schwachstellenanalyse durchgeführt werden?
Wir empfehlen, eine Schwachstellenanalyse mindestens halbjährlich durchzuführen. Systeme, Softwarestände und Konfigurationen ändern sich laufend, und täglich entstehen neue Schwachstellen (CVE-Meldungen). Bei kritischen Systemen, Cloud-Umgebungen oder hoher Änderungsfrequenz können kürzere Intervalle sinnvoll sein. Regelmäßige Analysen sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und zeitnah behoben werden können.
6. Welche Ergebnisse erhalten wir am Ende der Analyse?

Sie erhalten einen strukturierten, verständlichen Bericht mit:

  • allen identifizierten Schwachstellen.
  • Risikobewertung nach Kritikalität.
  • technischen Details und Ursachen.
  • klaren und priorisierten Handlungsempfehlungen.
  • Übersicht nach Assets und Systemen.

Zusätzlich erfolgt eine Ergebnispräsentation, in der offene Fragen und weitere Schritte geklärt werden.

7. Müssen wir technisch versiert sein, um den Bericht zu verstehen?
Nein. Der Bericht ist so aufgebaut, dass sowohl technische Mitarbeiter als auch Geschäftsführung und Management die Ergebnisse und Risiken nachvollziehen können. Wir übersetzen komplexe Zusammenhänge in klare, verständliche Maßnahmen.
8. Welche Systeme oder Assets werden bei einer Schwachstellenanalyse berücksichtigt?

Je nach Scope können unter anderem analysiert werden:

  • Server und Workloads.
  • Netzwerkinfrastruktur (Firewalls, Router, Switches).
  • Cloud-Dienste und SaaS-Anwendungen.
  • Webserver und Webanwendungen.
  • externe Angriffspunkte.
  • interne Systeme.
  • APIs.
  • Identitäts- und Berechtigungsstrukturen.

Wir prüfen ausschließlich die Systeme, die im Vorfeld gemeinsam definiert wurden.

9. Wird bei der Analyse nur die Technik bewertet oder auch organisatorische/menschliche Faktoren?

Je nach vereinbartem Umfang kann die Analyse auch organisatorische Aspekte einbeziehen, etwa:

  • Rollen- und Berechtigungsmodelle.
  • Prozesse und Richtlinien.
  • Verantwortlichkeiten.
  • typische menschliche Fehlerquellen.
  • unklare oder veraltete Arbeitsabläufe.

Diese Faktoren haben oft direkten Einfluss auf technische Risiken und werden bei Bedarf im Gesamtbild berücksichtigt.